Nach meinem Abitur am Gymnasium Nordhorn zog ich hierher, um an der Uni Hamburg Sehgeschädigten- und Hörgeschädigtenpädagogik zu studieren.
Kein einfaches Unterfangen, denn das bedeutete 300 km weit weg zu ziehen, eine rolligerechte Wohnung, Assistenz, Physiotherapeuten zu finden und nicht zuletzt allein klarzukommen.
Zuerst holte ich zahlreiche Erkundigungen über die Uni Hamburg ein und generelle Informationem zum Studium im Rollstuhl ein (Link Studienratgeber). Ich wandte mich an das Büro des Behindertenbeauftragten der Uni Hamburg, mit denen ich das ganze Studium engen Kontakt hielt und immer gut beraten wurde. Danke Frau Gattermann!
Ich bekam die Möglichkeit, mir die Institute, die für mich relevant waren genau anzusehen, mit Professoren zu sprechen, etc. Das Fazit war:
es ist möglich, aber furchtar schwierig:
lange Wege, viele schwere Türen, über ganz Hamburg verstreute Veranstaltungsorte und Zeitdruck!
Eine Kombi, die einen entweder abschreckt oder den Ehrgeiz weckt, es trotzdem zu schaffen; letzteres erfasste mich!
Also musste ein behindertengerechtes Auto und der Führerschein her.
Wo ich letztendlich alle wichtigen Infos herbekam, weiß ich gar nicht mehr, aber hier findet ihr alles was ihr wissen müsst und bei Bedarf eine sehr gute Beratung: Mobil mit Behinderung
Weiter Informationen über die Beantragung eines behindertengerechtes Fahrzeug findet ihr auf der Seite behindertengerechtes Fahrzeug
Der Ergeiz hatte mich gepackt und damit traten dann weitere Probleme auf.
Ein rollstuhlgerechtes Dach über dem Kopf fand ich im Studentenwohnheim, nicht unbedingt komfortabel und furchtbar eng. Aber es gab keine andere Möglichkeit, denn in Hamburg werden behindertengerechte Wohnungen über den Dinglichkeitsschein vergeben. Den bekommt ma aber paradoxer Weise erst, wenn man mindestens 3 Jahre in Hamburg gelebt hat. Kaum zu glauben, aber wahr! Nach vier Jahren Wohnheim, fand ich dann eine schöne Zweizimmerwohnung.